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Wüstenwanderer Andrea Vogel 3010 Kilometer zu Fuss durch den Glutofen der Sahara marschieren, von Timbuktu nach Marrakesch: Was noch kein Europäer vollbracht hat, hat der Luzerner Andrea Vogel – unterstützt von A.Vogel – Anfang 2006 versucht. Die GN haben Andrea Vogel getroffen und sich mit ihm über sein Verhältnis zur Wüste und über die nächste Expedition in die Sahara unterhalten. GN: Herr Vogel, Sie haben bereits hohe und höchste Berge bestiegen - warum zieht es Sie jetzt gerade in die Wüste? Andrea Vogel (AV): In erster Linie ist es die Weite, ja Endlosigkeit der Landschaft, die mich beinahe magisch anzieht. Aber auch die bizarren Formen von Sand, Steinen, Felsen und Vegetation, das Wechselspiel der am Tag fast unerträglich heissen Sonne und nachts eines Sternenhimmelpanoramas, wie wir es uns in Europa gar nicht vorstellen können. GN: Wie haben Sie die Natur in der Wüste erlebt? AV: Die Wüste ist für mich so etwas wie ein eigener Planet, fremd und faszinierend zugleich. Dabei gibt es ja nicht einfach «die» Wüste, sondern ganz verschiedene Wüstenformationen, von den klassischen wandernden Sanddünen bis hin zu rauhen Fels- und Steinwüsten. Ebenso verändert sich die Vegetation laufend. Das alles habe ich auf der Expedition ungeheuer intensiv erlebt. Ich hatte das Gefühl, auf geheimnisvolle Weise mit der Natur zu verschmelzen. GN: Von verschiedenen Fachleuten wurde die von Ihnen geplante Expedition als undurchführbar bezeichnet. Nun mussten auch Sie aufgeben. AV: Ja, leider. Abdou, mein Führer, wollte kurz nach Tschaoudenni nicht mehr weiter. In der nördlichen Sahara hat es mehr als fünf Jahre lang nicht mehr geregnet. Deshalb befürchtete Abdou, dass unsere Kamele kein Futter finden und verhungern würden. Ich selbst fühlte mich körperlich intakt und hätte weiterlaufen können. Aber allein, ohne Kamele, Führer und Ausrüstung, war das natürlich nicht möglich. Die Enttäuschung, die Expedition abbrechen zu müssen, war riesig. GN: Aber Sie geben noch nicht auf? AV: Diese Expedition ist unglaublich hart und verlangt den Menschen und den Kamelen das Äusserste ab. Aber ich weiss, dass ich es schaffen kann. Ich bin deshalb im Moment dabei, eine neue Expedition vorzubereiten und werde – wenn alles klappt – voraussichtlich im nächsten Jahr nochmals starten. Weitere Informationen über Andrea Vogel. Mehr > |
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